Samstag, 11. Februar 2012

and i miss you but it might just be the song

Erst jetzt kann ich realisieren. Manchmal passiert so viel, dass die Gedanken irgendwo hängen bleiben und man den Rest des Tages und der daran hängenden Nacht allein klar kommen muss. Und dennoch war es wenigviel, was vor sich ging.

Es fing mit viel Wein auf meiner Couch an, weil ich vor Erzähllust mein Glas nicht mehr halten konnte. Eine Schlitterpartie durch Berlins szenige Straßen, eine lustige Fahrt in der Partytram, ein Türsteher, der mir dir Röte ins Gesicht treibt, ein großer Mensch der mich zwischen nervigen Touries und Biergeruch therapiert, Freigetränke ohne Ende, Tanzschritte zu Achtzigerjahremusik, ein Z-Promi und dazugehörige Fanliebe, die verbindet. Ein Name, der mich aufschrecken lässt. Es folgte eine Taxifahrt mit Berliner Bandmitgliedern, verwirrte Menschen beim Kater Holzig, eine Taxifahrt zum Pizzamann, ein Mensch, der sich mit mir eine Veggiepizza teilt, der mit mir lacht und mir Fragen stellt. Später wird dem Sonnenaufgang entgegen spaziert, eine fremde Wohnung inspiziert, ein verrückter Hund, der dringend vor die Tür muss, ausgeführt und im Park herumgealbert.

Den nächsten Tag wandelte ich total benommen  umher, um am darauffolgenden abend den verrückten Hund und sein noch verrückteres Herrchen auf meiner Couch sitzen zu haben. 

Ich muss immer noch lachen, wie oft Berlin lustige Gestalten ausspuckt. 

Doch der Mensch, den ich mir heimlich gewünscht habe, kam nicht. Auch das ist Berlin: Eine große Show - liebevoll inszeniert.

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