Sonntag, 11. Dezember 2011

Abrechnung

Ich möchte bereits jetzt mit meinem Jahresrückblick starten, denn 2011 hat sich an unseren gegenseitigen Deal gehalten. Ich habe es fast nicht mehr für möglich gehalten, nach all den Strapazen. Aber hey! wenn dass jetzt die Belohnung ist, dann war es die ganze Mühe wert. Ich hätte es nur gern eher gewusst - ich steh nämlich nicht so auf Überraschungen.

Januar
"Ich wünsche dir ein schönes neues Jahr!"
"..."

So begann mein 2011. Yeah!
Ich zählte Monate und Tränen. Aufgeben kam mir nicht in den Sinn. 
Arbeitskollegen wurden zu Freunden.
Mittvierziger Damen und ich im Sportstudio.
Liebe Menschen und ich unterwegs in Berlin.

Februar
Die Besinnung zu sich selbst.
Lustige Kochabende.
Ein Treffen mit einem Menschen, der mir vor einigen Jahren unglaublich wichtig war und nun plötzlich seinen Zauber verloren hat.
Tanzen im White Trash.
Konzert von Philipp Poisel in der Columbiahalle; ich im Kampf gegen das Einschlafen und ein Mensch, der mich dafür hasst.

März
Der Geburtstag der besten Freundin, ohne sie fest drücken zu können ist schlimm.
Tatortabende auf Schulzens Couch sind schön.
Verzweifelte Wohnungssuche, um sich vor den eigentlichen Problemen zu verstecken.
Ein Wochenende in Hamburg mit Frühstück am Bett und D. schnarchend neben mir.
Flohmarktbesuche abseits von Hipness.
Trennung von einem Menschen, der mich mehr traurig als glücklich machte.
Eine gute Party und ein guter neuer Freund dazu!

April
Open Airs jagen.
Stolz sein, dass die Schwester jetzt studieren geht.
Beinahe-Blind-Dates überstehen.
Briefe, die nie geschrieben werden sollten.
Eine Auszeit in Flensburg nehmen.

Mai
Grillgeruch und Sonne tanken im Park.
Zu Techno tanzen auf Dauer langweilig finden, weil man nichts zum mitgrölen hat.
Ein Mensch, der mir gut tut.
Ein Gespräch an der Haustür und ein Koffer voll Sachen, die Erinnungen wecken.
Glücklich sein, oder es zumindest glauben.
Mit den süßesten Eltern der Welt eine gelungene Party feiern.

Juni
Im Club der Visionäre die Zeit vergessen.
Neues Fitnessstudio und neuer Masterplan.
Verzweiflung in der Arbeitszeit.
Nostalgie in Nürnberg.

Juli
Ein Gefühl wiederbeleben wollen und gleichzeitig wissen, dass man sich damit nur selbst etwas vormacht.
Auf der Gästeliste vom Fashionaward stehen, vor Aufregung teuren Sekt trinken, ins Leben der high society eintauchen und am Ende Backkartoffel in einer dreckigen Eckkneipe essen.
Das Tacheles auskunden.
Lauschige abende im Park.
Verrückte Aktionen vor Haustüren starten.
Viel Nachdenken.

August
Die Welt nicht mehr verstehen.
Ein Tag in Hamburg mit der Besten.
Aperol-Spritz-Abstürze überleben. Teufelszeug!
Ein Mensch, der mir ein guter Freund werden könnte.

September
Treffen mit der Vergangenheit und sich überlegen fühlen.
Rückschlag und Glücksgefühl an einem Tag bei Sonnenschein und guter Musik im IFA-Sommergarten.
Analoges Fotografieren lieben lernen.
V. in Köln besuchen.
Tanzen im White Trash und an der Spree über das Leben philosophieren.
Wieder einmal Wohnungssuche und schnell wieder aufgeben.

Oktober
Abende an unscheinbaren Orten bringen die tollsten Menschen zum Vorschein.
Rock 'n' roll und so.
80-Party und vier Wände, in denen es immer dunkel ist.
Besuch aus Stuttgart und ein perfektes Wochenende.

November
Ich gewöhne mich an Abschied und Vorfreude.
Vor kreativen Ideen sprudeln und sich seit langer Zeit richtig gut fühlen.
Stuttgarts tollsten Bewohner besuchen und gar nicht mehr gehen wollen.
Eine Babyshowerparty für die kugelrunde, schöne Kusine.
Von Wochenende zu Wochenende leben und dazwischen jemanden wahnsinnig vermissen.

Dezember
Ein Mensch, der einem den Schlaf raubt. 
Zu viel Nachdenken.
Kreativität voll ausleben.
Sich auf auf die Beste freuen.
Einfach mal glücklich sein.

Und dennoch, dieses Jahr hatte es in sich. Ich hatte echt zu tun, meinen Kopf über Wasser zu halten. Es fällt also nicht schwer, sich zu verabschieden, solange die wirklich wichtigen Dinge mich nach 2012 begleiten...

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