Ein Lebenszeichen von mir.
Ich habe beschlossen, heimlich das Schiff zu verlassen und unten im Meer zu leben. Bei den Fischen, denn sie sind so herrlich still. Der Mensch hingegen kann mit ein paar Worten so viel zerstören - Worte können so verdammt weh tun. Jetzt ist es leise. Ich kann es hören.
Sehr lange schon habe ich sachte den Gedanken wachsen lassen, wie es wohl ist, von Bord zu gehen. Eine Nacht-und-Nebelaktion. Ob es überhaupt jemand bemerken würde. Vielleicht nicht sofort, aber an irgendeiner Ecke würde ich sicher fehlen und dann würde es auffallen, dachte ich mir. Vielleicht würde jemand den Kopf schütteln und sagen "Das hätte ich nie gedacht, sie war stets zuvorkommend und hat immer die Nachbarn gegrüßt und jetzt ist sie weg".
Vielleicht würde ein mir nahestehender Mensch protestieren "So ein Quatsch! Sie hat Angst vor dem tiefen Wasser, nie schwamm sie weit raus und sobald sie den Sand unter ihren Füßen verlor, paddelte sie panisch ans Ufer".
Ich bin jetzt hier und du bist dort. Und aus dieser Distanz fällt es mir leichter, dich anzusehen. Ich kann dich nicht mehr hören, nur sehen. Ich sehe dich so klar. Dein Gesicht. Ich habe noch nie so viel Wärme und Freundlichkeit in einem Gesicht gesehen wie in deinem, wenn du lächelst.
miss you

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen