Donnerstag, 6. Februar 2020

Der Zigarettenrauch hängt in der Luft. Im Hintergrund spielt die wöchentliche Musik und ich beobachte dich, während du etwas in deiner Jackentasche suchst. In meiner Hand halte ich ein Getränk, schwenke die Flüssigkeit hin und her und wundere mich, warum nur die Gedanken in diesem Raum so laut sind.  

Da sind wir nun und die Wörter scheinen plötzlich aus unseren Mündern zu fallen, als müsste all das, über das wir sonst nicht reden können, raus. Wir sind verbunden - hängen zwischen unseren Lippen fest - aber scheinen doch meilenweit voneinander entfernt. Stundenlang sitzen wir beieinander, gestikulieren so ausgelassen und wild, dass unsere Gläser und Gedankenfetzen mächtig ins Wanken geraten. 

Es ist doch so: Du bist der vergrübelte Wortakrobat und ich die hemmungslose Träumerin.

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