Dienstag, 11. Februar 2020

Meine Bücher sind voll mit seinem Namen und in meinem Handy gibt es eine eigene Notizdatei über ihn, in die ich täglich meine Gedanken und Tagträume tippe, wenn mein Kopf wieder mal zu explodieren droht.

Er ist unumgänglich, auch wenn ich mir stetig vornehme, ihm aus dem Weg zu gehen. Doch dann steht er vor mir, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, das Laternenlicht lässt seine schönen Züge erahnen und ich bin irgendwie angenehm fremdgesteuert. Ich möchte ihn bitten, damit aufzuhören, doch diese Gedanken sind blitzschnell von einem Film überlagert und führen mir vor Augen, wie er meine Handgelenke unsanft mit seinen Händen umklammert und mich gegen die Wand drückt. Seine Augen, die so tiefgründig sind wie sein Sein, schauen mich an und ich lese Geschichten darin, die mich verunsichern und mich noch mehr mit ihm vereinen. - In gleicherweise wie unsere Lippen.

Ich kenne keine Worte, die all das besser machen würden und was sagt man denn auch, wenn man weiß, dass das vielleicht die letzten Gespräche und Berührungen sind?

Wenn ich richtig für ihn bin, wie lang weiß er das?

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