Sonntag, 21. August 2011

choises

Die Nacht verbrachte ich auf der Couch, ein Auge geschlossen, ein Auge geöffnet - immer in Alarmbereitschaft. Immer in Angst, ich könnte sein Klingeln überhören, sein Klopfen an der Tür, was uns zusammenbringt, was seine Arme um meinen Körper legen lässt. Alle paar Minuten wachte ich auf und schaute wie blöde auf mein Handy. Nichts. Und am Morgen dann ist es auch schon wieder egal. 

Dieses Phänomen macht mich wahnsinnig: Nachts ist alles geheimnisvoll, verrucht, ein bisschen verrückt, immer etwas romantisch und vor allem ist man nicht ganz bei sich selbst. Und am nächsten Morgen ist davon nichts mehr übrig. Der ganze Zauber ist verflogen. Man ist gefasst, macht sich einen Kaffee und wundert sich über seine niedergeschriebenen Worte der letzten Nacht. Im Idealfall schmunzelt man ein klein wenig und schaut dabei zu, wie man immer mehr an Abstand gewinnt. Es fühlt sich merkwürdig normal an.

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