Mittwoch, 3. August 2011

the world is all there is

22.14 Uhr
"Offensichtlich hattest du nie vor, dich noch mal zu melden, nachzudenken oder dich mit mir zu treffen, dass ich dir alles erklären kann. Und das haut mich echt um. Ein "Das wird nichts, Claudie" wäre angenehmer für mich gewesen, als das. Ich erkenn dich irgendwie gar nicht mehr wieder. Und das finde ich sehr schade"

01.49 Uhr
"Lass uns am Freitag treffen. Das wär gut. Mach dir keinen Kopf. Ich hoffe, du hast Zeit."

Man, an dieser Stelle stand ich doch schon mal! Nicht wissen, was in diesen Zeilen steckt. Wie wird der Freitag für mich enden? Werde ich wieder melancholisch in meiner Bettdecke eingeknüllt vor mich hindenken, werde ich  wie eine starke Frau die Wohnung verlassen, die aus jedem Rückschlag etwas Gutes mitnimmt oder werde ich vielleicht sogar zufrieden einschlafen? Seine Worte verheißen nichts positives, ich bin jedoch unterdessen an dem Punkt angelangt, an dem alles besser ist, als dieses Warten. In Berlin wartet man nämlich schon genug: Auf die S-Bahn, auf den Bus, auf gutes Wetter, auf die Freunde, auf den Kellner und auf authentische Menschen. Irgendwann reicht's!!

1 Kommentar:

  1. Der letzte Satz ist Goldwert. "In Berlin wartet man nämlich ...." < find ich echt toll.
    Und auch so, erkenne ich mich in deinem Post sehr wieder.

    PS: Mein Treffen war scheiße. Er war unbewusst total arrogant zu mir, vielleicht mit Absicht, dass ich mich nicht wieder in ihn verlieb. Wir sahen uns eine halbe Stunde, dann fuhr er. Und seitdem habe ich wieder, nichts von ihm gehört. Es kommt mir so vor, als ob es dieses Treffen nie gegeben hat.
    Ich hoffe, dass deines besser verläuft. Ehrlich!

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