Sonntag, 7. August 2011

Inner city blues

Das verrückte an diesen Situationen ist doch, dass ich mich dann immer am lebendigsten fühle. Ein Widerspruch, aber ich zelebriere das Traurigsein beinahe. Ich höre furchtbar dramatische Musik, wälze mich in Erinnungen, trinke zu viel Wein, schaue mir im Spiegel beim heulen zu und gehe irgendwann total fertig schlafen. 

Und am nächsten Tag ist alles anders, na ja zumindest besser.
Ich fühle mich stark, als wenn die ganze Melancholie ausgeschwitzt ist. Längst weiß ich, dass sie mich schnell wieder einholen wird, aber solange ich den Vorsprung habe, wird dieser genutzt. Eine große Kanne Kaffee, Gossip Girl bis zum abwinken, ein komplettes Hautpflege-Programm, eine neue Frisur, mein liebstes Kleid, Lebensweisheiten, ein Lächeln an mich selbst. Ich miste aus. Ich sage: " I am not in love".

Ich bin stolz auf mich. Denn ich habe immer noch mich.

2 Kommentare:

  1. ach mensch, deine texte sind so schön.. auch wenn es absurd klingt, da es so wie du beschreibst ja eigentlich nicht laufen sollte... aber sie machen mich auch so unglaublich neugierig. einerseits hat man das gefühl, dich ein wenig zu kennen, andererseits bist du doch fremd... ich würd mich so unglaublich doll freuen, wenn wir uns mal kenne lernen würden...
    hier ist meine email adresse, du kannst dich ja mal melden. ich hätte sooo viel lust auf einen wein-shisha-gossip girl-heul abend <3

    liebste grüße, ines
    ines.puchta@web.de

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