Samstag, 14. Januar 2012

Mit viel Glück begegne ich Menschen,  die sofort auf einer Wellenlänge mit mir schwimmen. Ich teste sie an - meine geliebte Ironie - und bekomme sie im nächsten Augenblick selbst ins Gesicht geknallt. 

Ein paar Sekunden später sind wir alles, was wir sein wollen. Wir schlüpfen in Rollen; sind Bonnie und Clyde in den dunklen Seitenstraßen von Berlin, wir sind ein getrenntes Paar, dass in einer Shisha-Bar ihre Trennung zelebriert, wir hauen uns die Vorwürfe nur so um die Ohren, wir sind Detektive auf der Suche nach den letzten Kaugummiautomaten Prenzlauer Bergs, wir verfluchen die Schwaben und ihre Machenschaften. Die ratlosen Blicke der Leute sind unser Beifall. Irgendwann - Stunden später - holt uns die Müdigkeit ein. Es fällt so verdammt schwer wieder in die Realität zu finden, aber wir sind glücklich. Gut gelaunt. Wir fahren in die Nacht. Jeder für sich. Doch in Gedanken sind wir bereits wieder vereint und planen unsere nächste verrückte Nacht-und-Nebel-Aktion.

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